Fasching im KiFaZ und was Sprache damit zu tun hat.
icon.crdate19.02.2026
Am 13. Februar 2025 erhielten die Kinder eine besondere Überraschung: Die FFC Gerlingen mit der Maskengruppe Wölfe, begleitet von ihrer diesjährigen Prinzessin, besuchten gemeinsam mit den Hemminger Strohgäunarren, den Hörnleshasen von Weilimdorf und Hutzelmännlein von Stuttgart die Einrichtung. Die Kinder versammelten sich gespannt auf der Treppe im Foyer. Die Überraschung war vollkommen gelungen! Die Begeisterung und Neugier waren den Kindern ins Gesicht geschrieben. Gemeinsam wurde gelacht, getanzt und gefeiert. Die Kinder erhielten Süßigkeiten und durften bei einer fröhlichen Polonaise mitmachen. Besonders aufregend war es für sie, die traditionellen Häs und Masken aus nächster Nähe zu betrachten, anzufassen oder sogar einmal selbst aufzusetzen.
So wurden den Kindern das Brauchtum und die Tradition der Region auf spielerische Weise nähergebracht. Sie hatten zudem die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über die Faschingskultur zu erfahren. Wir bedanken uns herzlich bei den Hemminger Strohgäunarren und dem Frohen Faschingsclub Gerlingen für diesen unvergesslichen Besuch und die wundervolle Gestaltung des Vormittags!
Kinder, denen der Besuch unangenehm war, haben sich intuitiv richtig verhalten. Sie sind auf Abstand gegangen und haben alles aus sicherer Entfernung beobachtet. Wir hatten natürlich Erzieher, die das fachlich begleiteten. Sie hätten auch die Möglichkeit gehabt, komplett wieder in die Zimmer zu gehen. Das wollte jedoch niemand.
Gegen Ende des Besuchs sagte jemand: „Du brauchst doch keine Angst zu haben. Du hast doch keine Angst, oder?“ Die Kinder, die vorsichtig waren, oder denen es zu laut war oder zu viel oder die unsicher waren, die jedoch keine Angst spürten, saßen auf der Treppe, hielten Abstand und beobachteten alles.
Sagt man einem Kind, das keine Angst hat, sondern vielleicht nur überwältigt ist von der Situation: „Du brauchst keine Angst zu haben“, ruft ihnen das Wort Angst erst die Idee einer Angst im Kopf hervor. D.h. das Kind hat vielleicht keine Angst gespürt, aber im Moment, wo es das Wort hört, entstehen innere Bilder im Kopf und das Kind entwickelt vielleicht eine Angst.
Einem Kind, das vielleicht wirklich Angst hatte, zu sagen: „Du brauchst keine Angst zu haben.“, funktioniert auch nicht, aus dem gleichen Grund. In dem Moment, wo sie das Wort Angst hören, entstehen innere Gefühlszustände, die die Angst erst auslösen oder verstärken.
Es ist also sinnvoll, andere Wörter zu benutzen. Zum Beispiel: „Machst du dir Sorgen wegen der Masken?“, „Bist du verunsichert oder erschrocken?“. Erklärungen helfen „Unter jedem Kostüm versteckt sich ein Mensch“ und dies auch erleben, anfassen können.
Deshalb haben sie ja auch die Masken abgenommen und sich gezeigt. Zu sagen „Du brauchst keine Angst zu haben“ hilft nicht, um den Umgang mit Angst zu lernen. Sondern aktiv zu schauen, was tut mir gut, was hilft mir, und differenzierte Worte zu benutzen, wie es mir geht.
Ihr KiFaZ-Team


